Wohnüberbauung Luppmenpark, Hittnau
Projektwettbewerb 2021, 
ARGE mit Bünzli & Courvoisier Architekten

Neubau, 30 Alterswohnungen in historischer denkmalgeschützter Parkanlage

Veranstalter: Suter von Känel Wild

Auftraggeber: Gemeinde Hittnau

Umgebung: KOLB Landschaftsarchitektur GmbH

GF / Volumen: 4‘000m2 / 11‘500m3 (SIA 416)

Visualisierungen: maaars

Prägend für das Grundstück sind auf der einen Seite die bestehende Parkanlage der ehemaligen Fabrikantenvilla, die im Norden durch den dichten baumbestandenen Uferbereich der Luppmen räumlich gefasst wird. Auf der anderen Seite sind die schlichten Bauten des Kosthauses und des Riegelhauses, welche mit der bestehenden Scheune ein Ensemble bilden, ebenso identitätsstiftend für den Ort. Gleichermassen bedeutsam ist die markante schön gewachsene Rosskastanie, welche die Stimmung auf dem Grundstück zu grossen Teilen mitbestimmt.

Zwei feingliedrige organisch geformte Baukörper werden sorgsam in die bestehende Situation eingepasst, sodass sie sich mit der Umgebung verbinden. Durch ihre polygonale Form verzahnen sie sich auf der einen Seite mit dem Park und der Landschaft und bilden auf der anderen Seite unterschiedliche Aussenräume. Zwischen den zwei Neubauten wird der „Eingangshof“ mit Bezug zu Park und Villa zur Adresse und zum Begegnungs- und Aufenthaltsort der zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner, der „Kastanienplatz“, welcher zwischen Villa, Neubau und der Strasse vermittelt, wird zum Quartiertreffpunkt und der „Hinterhof“ zu Riegel- und Kosthaus schafft eine Nachbarschaft zu den bestehenden Wohnbauten und zeichnet die Umrisse der heutigen Scheune gewissermassen nach. Auf diese Weise verweben sich die Neubauten und ihre Aussenräume mit dem Ort und „stricken ihn und die daraus wachsenden Qualitäten weiter“. Die als wertvoll und identitätsstiftend betrachtete Kastanie kann durch diese Setzung für die nächsten Jahre erhalten werden. 

Die vier- resp. dreispännig organisierten Wohnungen geniessen eine mehrseitige Orientierung. So profitieren sie von unterschiedlichen Bezügen und Ausrichtungen und erhalten dadurch ihre eigenen Qualitäten.